In diesem Artikel findest du eine klare Einschätzung dazu, wie du die Kosten für deinen selbst produzierten Strom berechnest. Dazu vergleichen wir den Preis von Strom aus dem Balkonkraftwerk mit dem üblichen Netzstromtarif. So bekommst du ein realistisches Bild davon, was dich erwartet – ohne Fachchinesisch. Das macht es dir leichter, eine Entscheidung zu treffen, die zu deinem Alltag passt und deinen Geldbeutel schont.
Kostenvergleich: Balkonkraftwerk oder Netzstrom?
Bevor du in ein Balkonkraftwerk investierst, lohnt sich ein genauer Blick auf die Kosten. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle: die Anschaffung des Solarmoduls, mögliche Installationskosten, laufende Ausgaben und natürlich die Ersparnis beim Strombezug. Die Tabelle unten gibt dir eine kompakte Übersicht für typische Gerätegrößen von 300 Watt bis 600 Watt. Zum Vergleich haben wir auch den durchschnittlichen Strompreis aus dem Netz aufgeführt, der in Deutschland momentan etwa 40 Cent pro Kilowattstunde liegt. Die Werte sind Richtwerte und können je nach Anbieter und Standort variieren.
| Parameter | Balkonkraftwerk 300 W | Balkonkraftwerk 450 W | Balkonkraftwerk 600 W | Netzstrom (Ø) |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ca. 350 € | ca. 500 € | ca. 650 € | – |
| Installationskosten | meist kostenlos (Eigeninstallation) | meist kostenlos (Eigeninstallation) | meist kostenlos (Eigeninstallation) | – |
| Laufende Kosten (Wartung, Versicherung) | ca. 10 €/Jahr | ca. 12 €/Jahr | ca. 15 €/Jahr | ca. 1000 € / Jahr (Stromverbrauch 2500 kWh) |
| Stromkosten pro kWh (bei 20 Jahren Lebensdauer) | ca. 0,10 € | ca. 0,09 € | ca. 0,08 € | ca. 0,40 € |
| Jährliche Ersparnis bei 250 kWh Eigenverbrauch | ca. 100 € | ca. 135 € | ca. 160 € | – |
Beim Blick auf die Zahlen fällt auf, dass der Strom aus einem Balkonkraftwerk deutlich günstiger ist als der Netzstrom. Zwar erfordert die Anschaffung einen einmaligen Aufwand, doch die laufenden Kosten sind gering und die Stromkosten pro Kilowattstunde sind oft nur etwa ein Viertel des normalen Strompreises. Je größer das Balkonkraftwerk, desto günstiger wird der Strom im Verhältnis. Allerdings hängt die tatsächliche Ersparnis davon ab, wie viel Strom du direkt selbst nutzen kannst. Mit einem eigenen Balkonkraftwerk kannst du also auf lange Sicht Stromkosten senken und unabhängiger vom Stromanbieter werden.
Ist ein Balkonkraftwerk aus Kostensicht für dich sinnvoll?
Passt deine Wohnsituation für ein Balkonkraftwerk?
Wenn du einen Balkon oder eine Terrasse mit guter Sonneneinstrahlung hast, ist ein Balkonkraftwerk grundsätzlich eine gute Option. In Mehrparteienhäusern ist es oft einfacher, mit einer kleinen Anlage auf dem eigenen Balkon Strom zu produzieren, als auf das große Dach zu setzen. Ohne guten Sonneneinfall lohnt sich die Investition dagegen weniger. Prüfe also, ob deine Ausrichtung und Verschattungssituation geeignet sind.
Wie hoch ist dein Stromverbrauch und wie viel kannst du selbst nutzen?
Je höher dein Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Strom, desto größer die Ersparnis. Wenn du tagsüber zuhause bist und Strom für Geräte oder zum Kochen verbrauchst, profitierst du mehr vom Balkonkraftwerk als jemand, der häufig unterwegs ist und den Strom vor allem abends nutzt. Überlege, ob du den Ökostrom direkt einsetzen kannst, ohne viel einzuspeisen.
Bist du bereit, in die Anschaffung zu investieren?
Die Anfangskosten liegen je nach Größe zwischen 300 und 700 Euro. Für viele lohnt sich die Investition innerhalb weniger Jahre. Wenn du langfristig sparen möchtest und offen bist für eine kleine Arbeit wie die Montage, ist das Balkonkraftwerk eine sinnvolle Wahl. Bist du eher unsicher oder mobil, könnte es sich lohnen, weitere Angebote abzuwarten oder alternative Energiesparmaßnahmen zu prüfen.
Diese Fragen helfen dir, deine persönliche Entscheidung zu treffen. Grundsätzlich gilt: Für viele Verbraucher mit einem Balkon und einem moderaten Stromverbrauch ist das Balkonkraftwerk eine unkomplizierte und kostengünstige Möglichkeit, die Stromkosten zu senken.
Alltagssituationen, in denen der Kostenvergleich wichtig wird
Mieter mit Balkon
Als Mieter hast du meist keinen Zugang zum Dach für eine große Solaranlage. Ein Balkonkraftwerk bietet hier eine praktische Lösung, um eigenen Strom zu erzeugen. Der Kostenvergleich wird spannend, wenn du überlegst, ob sich die Anschaffung lohnt. Du nutzt das Balkonkraftwerk, um tagsüber Geräte zu versorgen oder das Handy zu laden. Besonders im Sommer kannst du so einiges an Netzstrom einsparen und ältere Strompreise zumindest teilweise ausgleichen. Gleichzeitig macht es einen Unterschied, wie viel Aufwand du investieren möchtest. Eigenmontage ist möglich, kostet keine Installationsgebühr und du kannst sofort loslegen.
Eigentümer von Einfamilienhäusern
Als Hausbesitzer hast du vielleicht bereits eine große Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. Trotzdem kann ein kleines Balkonkraftwerk sinnvoll sein, um auch auf Terrasse oder Garage Strom zu erzeugen. Der Kostenvergleich ist hier weniger eine Frage des reinen Preises, sondern mehr, wie du deinen Eigenverbrauch maximierst. Je mehr du den Strom direkt nutzt, desto günstiger wirst du im Vergleich zum Netzstrom. Zudem lässt sich mit einem Balkonkraftwerk flexibel Strom produzieren, ohne gleich eine große Anlage zusätzlich installieren zu müssen.
Stromsparbewusste Verbraucher
Wenn du besonders auf deine Stromkosten schaust, bist du ein idealer Kandidat für ein Balkonkraftwerk. Du versuchst, tagsüber Elektrogeräte sinnvoll zu nutzen, vielleicht sogar ein E-Bike zu laden oder eine Wärmepumpe zu betreiben. Hier zählt jeder Cent, den du selbst erzeugten Solarstrom verwendest statt Netzstrom zu kaufen. Der Kostenvergleich zeigt dir, wie viel günstiger dein eigener Strom ist und wie schnell sich die Investition amortisiert. So kannst du deine Stromrechnung sichtbar senken – ohne größere Umbauten.
Diese Beispiele zeigen, dass der Kostenvergleich von Balkonkraftwerk und Netzstrom in ganz unterschiedlichen Alltagssituationen eine Rolle spielt. Je nach Wohn- und Nutzungsweise kann das eigene kleine Solarkraftwerk schnell zur lohnenden Alternative werden.
Häufig gestellte Fragen zu Kosten und Wirtschaftlichkeit von Balkonkraftwerken
Wie viel kostet die Anschaffung eines Balkonkraftwerks?
Die Kosten für ein Balkonkraftwerk liegen meist zwischen 300 und 700 Euro, abhängig von der Größe und Qualität der Solarmodule. Meist kannst du die Anlage selbst installieren, was weitere Kosten spart. Zubehör wie Montagehalterungen oder Kabel sind oft im Lieferumfang enthalten.
Wie schnell amortisiert sich ein Balkonkraftwerk?
Die Amortisationszeit hängt von deinem Stromverbrauch und der Sonneneinstrahlung ab, liegt aber häufig zwischen 5 und 10 Jahren. Da der Strompreis aus dem Netz relativ hoch ist, sparst du mit selbst erzeugtem Solarstrom langfristig viel Geld. Wichtig ist, dass du möglichst viel des Solarstroms direkt selbst nutzt.
Welche laufenden Kosten entstehen bei einem Balkonkraftwerk?
Die laufenden Kosten sind vergleichsweise gering. Je nach Nutzung können Wartung, Reinigung oder eine kleine Versicherung ein paar Euro im Jahr kosten. Im Gegensatz zu anderen Anlagen fallen keine regelmäßigen Gebühren für Strom oder Netzbetrieb an.
Ist der Strom aus dem Balkonkraftwerk wirklich günstiger als Netzstrom?
Ja, der Strom vom Balkonkraftwerk ist in der Regel deutlich günstiger. Die Kilowattstunde kostet um die 8 bis 10 Cent, während Netzstrom derzeit etwa 40 Cent kostet. Das hängt aber davon ab, wie effizient du den Solarstrom nutzt und ob die Anlage optimal ausgerichtet ist.
Kann ich mit einem Balkonkraftwerk meine Stromrechnung komplett ersetzen?
Ein Balkonkraftwerk kann nicht den gesamten Strombedarf decken, besonders wenn dein Verbrauch hoch ist. Es hilft aber, einen Teil davon selbst zu erzeugen und so Kosten zu sparen. Für eine vollständige Eigenversorgung sind größere Photovoltaik-Anlagen sinnvoller.
Hintergrundwissen zu Kosten und Preisstruktur von Balkonkraftwerksstrom und Netzstrom
Wie entstehen die Kosten für Strom aus einem Balkonkraftwerk?
Der Preis für deinen selbst erzeugten Strom setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen. Zunächst gibt es die Anschaffungskosten für das Solarmodul und das Zubehör wie Stecker, Kabel und Halterungen. Diese sind eine Einmalinvestition. Dazu kommen nur geringe laufende Kosten, zum Beispiel für gelegentliche Reinigung oder eine Versicherung. Da du den Strom direkt selbst nutzt, entfallen teure Netznutzungsgebühren und staatliche Abgaben, die beim Netzstrom oft den größten Teil des Preises ausmachen.
Warum ist Netzstrom in Deutschland relativ teuer?
Der Strompreis aus dem öffentlichen Netz setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Neben den eigentlichen Erzeugungskosten zahlst du Abgaben wie die EEG-Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien, Netzentgelte für den Transport, Steuern und Mehrwertsteuer. Auch Vertrieb und Messung verursachen Kosten. Das führt dazu, dass eine Kilowattstunde Strom im Haushalt oft um die 40 Cent oder mehr kostet.
Technische Grundlagen beeinflussen den Strompreis bei Balkonkraftwerken
Ein Balkonkraftwerk besteht meist aus ein oder zwei Modulen mit einer Leistung von 300 bis 600 Watt. Die erzeugte Energie kannst du zeitnah im Haushalt verwenden. Da keine aufwändige Umwandlung oder Einspeisung in das Netz nötig ist, bleiben zusätzliche Kosten gering. Die Effizienz der Module und die Sonneneinstrahlung bestimmen, wie viel Strom du tatsächlich erzeugst und somit wie niedrig deine Stromkosten werden.
Wirtschaftliche Bedeutung der Eigenverbrauchsrate
Die Menge des Solarstroms, die du selbst nutzt, beeinflusst die Wirtschaftlichkeit entscheidend. Je mehr Strom du direkt verbrauchst, desto weniger musst du beim Stromanbieter kaufen. Wenn du wenig zuhause bist und den Strom hauptsächlich einsetzt, wenn die Sonne scheint, nutzt du den Balkonkraftwerkstrom optimal. So erreicht der selbst erzeugte Strom seinen günstigen Preis gegenüber dem Netzstrom am besten.
Zeit- und Kostenaufwand bei Balkonkraftwerken im Vergleich zum Netzstrom
Zeitaufwand
Die Anschaffung eines Balkonkraftwerks erfordert zunächst etwas Zeit für Recherche und Bestellung. Die meisten Modelle sind online gut verfügbar, sodass du in wenigen Tagen das passende Set findest. Die Montage dauert in der Regel ein bis zwei Stunden, denn die Anlagen sind für die Eigeninstallation konzipiert. Nach der Installation kannst du den Strom sofort nutzen, es fallen keine regelmäßigen Wartungen an – abgesehen von gelegentlicher Reinigung der Module. Im Gegensatz dazu hast du beim Bezug von Netzstrom praktisch keinen zeitlichen Aufwand, da der Stromanbieter sich um alles kümmert.
Kostenaufwand
Die Investition in ein Balkonkraftwerk kostet je nach Leistung etwa 300 bis 700 Euro. Dazu kommen keine monatlichen Gebühren, nur gelegentliche kleine Ausgaben für Reinigung oder Versicherung. Netzstrom dagegen wird direkt bezahlt, meist ein paar Euro pro Monat, basierend auf deinem Verbrauch. Bei einem durchschnittlichen Strompreis von rund 40 Cent pro Kilowattstunde zahlst du etwa 1000 Euro jährlich bei 2500 kWh Verbrauch. Obwohl die Anfangskosten für das Balkonkraftwerk hoch erscheinen, amortisieren sie sich innerhalb weniger Jahre durch die geringeren laufenden Kosten.
